Bekanntschaften kostenlos Münster

Seinen Namen hat Ilka mit einer schwarzen Rose auf ihren linken Oberarm tätowieren lassen."Er bleibt mein Mann, auch wenn er weg ist." Wären da nicht ihre Kinder, für die sie da sein muss, ihre Eltern und Freunde, die sie unterstützen, würde sie aufgeben, sagt Ilka.

Knapp sechs Millionen Menschen sind in Deutschland verwitwet.Noch auf der Abschlussfeier an ihrer Schule ging Tobby auf die Bühne, nahm das Mikro und fragte sie, ob sie ihn heiraten wolle. datesider Guldborgsund Lebensfroh, ein bisschen verrückt sei ihr Mann gewesen.Ein Unfall, eine Krankheit, ein Selbstmord - und plötzlich ist der Ehepartner allein. In Selbsthilfegruppen versuchen Witwer und Witwen mit dem einsamen Leben fertig zu werden, manchmal bleiben sie für immer gefangen in der Erinnerung. Oktober 2008, bis heute kann Ilka Reineke sie auf ihrem Handy lesen.Morgens hatte sie den Abschiedskuss vergessen, in der Mittagspause - um 13.55 Uhr - war deshalb ein kleiner Liebesgruß an ihren Mann Tobias gegangen, um 17 Uhr telefonierten beide miteinander, zwei Stunden später klingelte es an der Wohnungstür.

Bekanntschaften kostenlos Münster

Um Tobby nahe zu sein, allein, in aller Ruhe, steht Ilka jeden Sonntag früh auf und fährt auf den Friedhof.Oft trägt sie die hochhackigen Schnallenstiefel, die er ihr kurz vor seinem Tod geschenkt hatte. Manchmal glaubt sie, die Nachbarn hinter den Gardinen über sie reden zu hören, wenn sie den Mülleimer hinausbringt."Auf der Trauerfeier hatte ich eine schwarze lange Hose darüber gezogen, weil ich Angst hatte, die Leute könnten sie unpassend finden." Seit sie Witwe sei, würde sie sich ständig selbstkritisch beobachten, sagt Ilka. Am meisten fühlt sich Ilka beobachtet, wenn sie lacht.Die Witwen und Witwer in ihrer Selbsthilfegruppe kennen das, genau deshalb tut Ilka das Zusammensein mit ihnen so gut. Das helle Zimmer liegt im ersten Stock eines Altbaus, mal ist der Stuhlkreis darin größer, mal kleiner. Um ihre Anonymität zu wahren, sind ihre Namen zum Teil verändert, ihre Geschichten nicht."Ich habe ihn geküsst", sagt Ilka, "ihn gefragt, was er für einen Scheiß macht." Er war ihr Freund, seit sie 17 war.

"Ich hätte ihn im Rollstuhl, im Koma genommen, Hauptsache, ich hätte ihn behalten dürfen." Erschüttert von Schmerz, Trauer und Einsamkeit blieb Ilka Reineke zurück, auch Theo Wisniewski, 66 Jahre alt, erging es so, als seine Frau starb, auch Johanna Baumgärtner, 65 Jahre alt, deren Lebensgefährte einen Treppensturz nicht überlebte, und auch Oliver Scheithe, der mit 31 Jahren plötzlich Witwer und allein erziehender Vater von drei kleinen Kindern war; seine Frau starb nach einem Kirmesbesuch.

"Seit er weg ist, habe ich kein Bild mehr von meiner Zukunft." Ihre Finger umschließen fest ein Medaillon, das sie an einer langen Kette um den Hals trägt.

Sie spielt während des Gesprächs damit, unbewusst, darin ist ein Foto von Tobby.

Fast 23 Jahre lang waren sie ein Paar, zusammen waren sie erwachsen geworden.

"Kein Mensch wird mich jemals wieder so gut kennen wie er", sagt Ilka.

Add comment

Your e-mail will not be published. required fields are marked *